Fachkräftemangel ist das Top-Risiko aus Sicht der Unternehmen

Fachkräftemangel ist das Top-Risiko aus Sicht der Unternehmen, so Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Der DIHK legte jetzt seine Konjunkturumfrage vor. Demnach wollen die Betriebe in diesem Jahr rund 500.000 mehr Beschäftigte einstellen. Eine gute Nachricht für Auszubildende. Die Konjunkturumfrage ist aber ebenso wichtig für Schulabgänger, die sich noch nicht für einen Ausbildungsgang entschieden haben. Denn hier liefert der DIHK Anhaltspunkte, welche Ausbildungsgänge sich voraussichtlich besonders lohnen werden.


Fachkräftemangel ist das Top-Risiko aus Sicht der Unternehmen
Fachkräftemangel ist das Top-Risiko aus Sicht der Unternehmen, so der DIHK. Für Schulabgänger interessant: In diesen Bereichen sind Fachkräfte jetzt besonders gefragt. Grafik: Beschäftigungsaufbau nach Branchen, Prognose vom Frühsommer 2017, DIHK

Fachkräftemangel ist das Top-Risiko aus Sicht der Unternehmen – eine gute Nachricht für Auszubildende

Gefragt sind demnach Fachkräfte

  • in dem Bereich Gesundheitsdienstleistungen,
  • aber auch bei den „unternehmensbezogenen Dienstleistern“ dazu zählen Werbeagenturen, Marktforschungsinstitute oder Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen.

Wie aus der DIHK-Konjunkturumfrage hervorgeht, ist die Stimmung in der Wirtschaft ungebrochen gut. Die Beschäftigung wird 2017 nach Ansicht des DIHK weiter „kräftig“ ansteigen. Wie Martin Wansleben weiter erklärte, wollten noch mehr Betriebe neue Stellen schaffen als schon im Jahr 2016. Doch der Fachkräftemangel ist das Top-Risiko aus Sicht der Unternehmen, so der DIHK-Hauptgeschäftsführer:

„Es fällt ihnen allerdings zunehmend schwerer, ihre Beschäftigungspläne zu verwirklichen.“

Warum sind Fachkräfte in einigen Bereichen besonders gefragt?

Die erhöhte Nachfrage im Bereich der Gesundheitsdienstleistungen erklärt der DIHK mit dem demografischen Wandel. Weiterer Grund sei aber auch das wachsende Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung.

Auch die „Bildungsdienstleister“ profitieren. Dies hänge laut Martin Wansleben zum einen mit der Digitalisierung zusammen, die einen Weiterbildungsbedarf produziere. Zum anderen sieht er in Flüchtlingen einen Grund, weil sie die Nachfrage nach Qualifizierung und Ausbildung noch weiter steigern würden. „Auch die Industrie will wieder stärker expandieren. Die Exporte und auch die Investitionen ziehen endlich wieder an“, so Martin Wansleben.

Auf „Rekordniveau“ seien die Beschäftigungspläne im Baugewerbe. Grund dafür sind offenbar die niedrigen Zinsen. Sie tragen zum Bau-Boom bei, der durch den steigenden Bedarf an Wohnraum und höhere Infrastrukturinvestitionen bedingt ist.

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